Dieser Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt. Wir entschuldigen uns für etwaige Fehler. Sollten Sie Fehler finden, teilen Sie uns diese bitte im Kommentarbereich unten mit.
Ich bin in Indien geboren und aufgewachsen. In Indien kann man, ähnlich wie in den USA, ohne Einschränkungen links abbiegen. In Indien herrscht Rechtsverkehr, und wir halten uns an die linke Straßenseite. In den USA und anderen Ländern ist es genau umgekehrt. Eines Tages bog ich, wie es in Indien üblich ist, ohne Einschränkungen links ab. Ein Polizist hielt mich jedoch an und erklärte mir, ich hätte gegen das Gesetz verstoßen. Er zeigte mir auch den Beweis: In einer Straßenecke stand ein kleines Schild, das jedoch aufgrund der vielen Hindernisse auf der stark befahrenen Straße kaum zu sehen war. Ich versuchte dem Polizisten zu erklären, dass das Schild nicht sichtbar war. Doch das Gesetz setzte sich durch, und ich verlor. Ich musste die Strafe zahlen. Die Gesetze des Landes sind wichtig. Sie sorgen für Ordnung und Disziplin. Ohne Gesetze wüssten wir nicht, was wir tun und was nicht.
Wie sollen wir die Gesetze Gottes befolgen?
Manche Christen glauben beispielsweise, dass der sonntägliche Kirchgang, das Spenden eines Teils des Gehalts, die Teilnahme am Abendmahl und die Taufe in jungen Jahren den direkten Zugang zum Himmel ermöglichen. Wenn wir glauben, dass uns diese Handlungen in den Himmel führen, leben wir nach dem Buchstaben und nicht nach dem Geist des Gesetzes. Ist die christliche Lehre in diesem Fall falsch? Die Antwort hängt davon ab, warum wir ihr folgen. Wenn wir die Lehre befolgen, um die Kirchenregeln zu erfüllen, anstatt ihren spirituellen Wert zu erkennen, unterscheidet sich unser Vorgehen kaum von dem der Pharisäer zur Zeit Jesu.
Zur Zeit Jesu war es für Juden viel einfacher, das jüdische Gesetz zu befolgen. Sie suchten nach Abkürzungen, um die Gesetze zu umgehen. Sie hielten sich buchstabengetreu an das Gesetz, nicht aber nach seinem Sinn. Jesus wählte einige der deutlichsten Worte, als er die Pharisäer verurteilte. Paulus verurteilt das Prinzip, Gottes Gebote nur buchstabengetreu zu befolgen.
Nun können wir Gott dienen, nicht mehr auf die alte Weise, indem wir den Buchstaben des Gesetzes befolgen, sondern auf die neue Weise, indem wir im Geist leben. V. 6
Gottes Gebote zeigten uns, was falsch ist und wo wir von Gottes Maßstäben abweichen. Wie im Römerbrief, Kapitel 1, erwähnt, werden diejenigen, die Gottes Gesetze nicht kennen, nach denselben Gesetzen gerichtet, die sie kennen. Wir alle wurden als Sünder geboren. Die Sünde war von Geburt an in uns. Gottes Gesetze machten die Sünde durch die Gebote deutlich und ließen uns Gottes Erwartungen vollends erkennen.
Tatsächlich war es das Gesetz, das mir meine Sünde aufzeigte. Ich hätte nie gewusst, dass Begehren falsch ist, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: „Du sollst nicht begehren.“
Die Sünde nutzte diese Gebote aus und verführte mich; sie benutzte die Gebote, um mich zu töten. (V. 7,11 NLT)
Gesetze geben uns Gebote und Verbote vor. Sie schenken uns keinen Sieg über die Sünde. Gesetze zeigen uns, wie sehr wir von Gottes Maßstab abweichen. Aber sie können uns nicht von der Sünde befreien. Wir wollen eifrig das Richtige tun, tun aber letztendlich das Falsche. Unsere sündige Natur ringt in uns mit dem Drang, das Falsche zu tun. Unser Verlangen zu sündigen überwindet die menschliche Selbstbeherrschung und macht uns zu Sklaven der Sünde.
Ich liebe Gottes Gesetz von ganzem Herzen. Doch eine andere Macht in mir kämpft mit meinem Verstand. Diese Macht macht mich zum Sklaven der Sünde, die noch in mir ist. (V. 23 NLT)
Wie können wir die Sünde überwinden?
Die einfache Antwort lautet: Wir können den Sieg Jesu Christi über die Sünde nicht allein durch das Befolgen der Gebote erlangen. Erkenntnis, Selbstdisziplin und gute Absichten und Taten sind unerlässlich für unser tägliches Leben. Selbst wenn wir viele Leben Zeit hätten, uns zu bessern, könnten wir keine Heilung für unsere Sünden finden. Unsere sündige Natur bleibt unser ganzes Leben lang in uns. Die Antwort liegt also darin
Die Antwort liegt in Jesus Christus, unserem Herrn. (V. 25 NLT)
Lieber Freund, durch das Studium der heiligen Schriften können wir unser Wissen erweitern und sogar akademische Grade erlangen. Wir können alle Gebote unserer religiösen Gesetze befolgen. Wir können auch verschiedene Techniken der Selbstbeherrschung üben, um unseren Geist zu beruhigen und unsere sündige Natur zu überwinden. Doch keine dieser Techniken kann uns von der Macht der Sünde in uns befreien. Jesus starb am Kreuz, um uns nicht nur unsere Vergangenheit zu vergeben, sondern auch den Sieg über die Sünden dieser Welt zu erringen. Nur indem wir Jesus als unseren Herrn annehmen, ihm gehorchen und in jedem Augenblick unseres Lebens auf seine Stimme hören, können wir die Fänge der Sünde überwinden.
Sollen wir zu Jesus beten und ihn bitten, uns mit seiner Kraft zu erfüllen und uns zu befähigen, unsere alten Gewohnheiten zu überwinden?
Lieber Jesus, ich bin wieder bei Bewusstsein. Heute habe ich verstanden, dass mir keine Selbstdisziplin der Welt helfen kann, meine sündige Natur zu überwinden. Kein Fleiß und kein Leben in Erkenntnis können mir helfen, sündige Gewohnheiten abzulegen. Ich werde am Ende alle deine Gebote brechen. Bitte hilf mir und gib mir die Kraft, zu überwinden. Gib mir ein Herz, das das Böse hasst und das Gute liebt. Führe und leite mich. Sei mein Herr. Im Namen Jesu. Amen.
>> Schlachtfeld der GedankenRömer 8 Teil 1 :