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Warum das Herz? Warum nicht das Gehirn?


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Dieser Beitrag wurde aus dem Englischen übersetzt. Wir entschuldigen uns für etwaige Fehler. Sollten Sie Fehler finden, teilen Sie uns diese bitte im Kommentarbereich unten mit.

Die Bibel verbindet das Herz mit Haltung, Denken, Gerechtigkeit und Urteilsvermögen. Das Wort „Herz“ kommt 725 Mal in der Bibel vor. Das Wort „Gehirn“ wird kein einziges Mal erwähnt.

Jesus sagte: „Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.“ (Lukas 6,45)

Gott sprach: „Ich werde das Herz des Pharao verhärten“ – 2. Mose 7,3

Nach heutigem wissenschaftlichem Kenntnisstand besitzt das Herz weder Speicherkapazität noch Denkvermögen. Das Gehirn ist das Zentrum des Denkens und spielt eine entscheidende Rolle im Entscheidungsprozess.

Warum misst die Bibel dem Herzen so viel Bedeutung bei und dem Verstand so wenig? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir in die Kultur der biblischen Zeit zurückblicken. Die Bibel entstand zwischen 1400 v. Chr. und 100 n. Chr. (ungefähr). Die biblischen Autoren verfassten die Bücher vor dem Hintergrund der damals vorherrschenden Wissenschaft und Kultur. Die Ägypter glaubten, dass Menschen nach ihrem Herzen beurteilt werden und bewahrten dieses während des Mumifizierungsprozesses auf, während sie das Gehirn entfernten. Es ist wichtig zu erwähnen, dass Moses in Ägypten ausgebildet wurde.

Der griechische Philosoph Aristoteles aus dem 4. Jahrhundert glaubte, das Herz sei das wichtigste Organ des Körpers. Die Griechen gaben dieses Wissen an Ptolemäus und dann an die Römer weiter. Das Neue Testament wurde zur Römerzeit in griechischer Sprache verfasst. Hillel und sein Enkel Gamaliel dürften stark von der griechischen Literatur beeinflusst gewesen sein, da Griechisch im 1. Jahrhundert die gängige Sprache war. Es ist wichtig zu erwähnen, dass Paulus bei Gamaliel studierte.

Inzwischen wissen wir, dass die Kultur zur biblischen Zeit eher auf das Herz als auf den Verstand ausgerichtet war. Bewiesene Theorien über das Gehirn wurden erst im 18. Jahrhundert auf Grundlage von Froschsektionen veröffentlicht, also etwa 17 Jahrhunderte nach der Entstehung des letzten Buches der Bibel.

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