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Die Stadt Sardis heißt heute Sart. Die Völker Kleinasiens prägten als erste Münzen. Diese wurden später von Persern, Griechen und Römern übernommen. Es gibt Belege für die Münzprägung in Sardis mit Goldstaub. Sardis wurde im Jahr 17 n. Chr. durch ein Erdbeben schwer beschädigt, einige Jahrzehnte bevor Johannes um 90 n. Chr. die Offenbarung empfing. Kaiser Tiberius investierte zehn Millionen römische Münzen in den Wiederaufbau der Stadt und gewährte eine fünfjährige Steuerbefreiung. Bei Ausgrabungen in Sardis wurde eine große Synagoge entdeckt. Dies belegt, dass Juden friedlich mit der einheimischen Bevölkerung zusammenleben konnten.
Die untenstehende Karte zeigt die aktuelle Lage von Sardes und aller anderen in der Offenbarung erwähnten Gemeinden.
Alle drei in Offenbarung Kapitel 3 erwähnten Gemeinden (Sardis, Philadelphia und Laodizea) wurden für ihre Taten gerichtet und zur Umkehr aufgefordert. Manchmal glauben wir, im Recht zu sein, obwohl wir weit von Gott entfernt sind. Unsere gewohnten Handlungen können uns in diesem Glauben bestärken, indem sie uns das Gefühl geben, die Kriterien des christlichen Lebens zu erfüllen. Gott bezeichnet die Gemeinde in Sardes als „tot“, obwohl sie selbst glaubte, lebendig zu sein. Wir wissen nicht genau, was die Gemeinde in Sardes verfehlt hatte. Doch sie wurden aufgefordert, zur empfangenen und gehörten Wahrheit zurückzukehren, und so wird deutlich, dass sie sich von den Grundlagen entfernt hatten.
Die Stadt Sardes wurde in der Vergangenheit aufgrund fehlender Verteidigungsmauern von zwei Königen überrannt und einmal sogar vollständig niedergebrannt. Daher kannten die Einwohner von Sardes die Problematik, wenn jemand plötzlich in die Stadt eindringt und sie übernimmt. Die folgenden Worte Jesu sind für die Menschen in Sardes daher verständlicher als für die Einwohner anderer Städte.
„Wenn du nicht aufwachst, werde ich wie ein Dieb kommen, und du wirst nicht wissen, zu welcher Zeit ich zu dir kommen werde.“ – Offb 3,3.
Die Stadt Sardes führte ein öffentliches Register, in dem die Namen ihrer Bürger verzeichnet waren. Wurde jemand aus diesem Register gestrichen, verlor er seine Bürgerrechte. Jesus lobt diejenigen, die standhaft blieben und sich rein hielten, und verspricht, dass ihre Namen im Buch des Lebens stehen bleiben werden (Offb 3,5). Das Buch des Lebens ist eine Liste der himmlischen Bürger, die dem Bürgerregister von Sardes sehr ähnlich ist.
Gott prüft unser Herz. Nicht unsere Wahrnehmung und unsere Traditionen werden uns vor Gott ein aufrichtiges Leben ermöglichen. Allein unsere Beziehung zu Gott und unsere Nähe zu seiner Gegenwart werden uns die Makel und falschen Einflüsse in unserem Leben offenbaren.
Wenn Sie ein Gebetsanliegen haben, kontaktieren Sie uns bitte. Wir beten gern für Sie. Gott segne Sie.
