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„Jehova Jireh – Mein Versorger“ – die meisten von uns kennen dieses berühmte Lied von Don Moen. Zur Erinnerung: Gott rief Abraham aus dem Land seiner Vorfahren und versprach ihm, seine Nachkommen zu einem großen Volk zu machen (1. Mose 12,1-3). Nach 25 Jahren des Wartens und im Alter von 100 Jahren geschah das Wunder! Sara wurde schwanger und gebar Isaak. Gottes Versprechen hatte sich erfüllt. Endlich war der verheißene Sohn da.
Doch nach einiger Zeit erschien Gott Abraham im Traum und forderte ihn auf, seinen einzigen Sohn Isaak zu opfern. Es wird mehrfach erwähnt (Lev 18,21; Lev 20,2), dass Gott Kinderopfer verabscheut und dafür die Todesstrafe verlangt. Aber warum forderte Gott von Abraham, Isaak zu opfern?
Abraham gehorchte Gott und nahm Isaak mit seinen beiden Dienern mit. Am dritten Tag erreichten sie den Ort, den Gott ihm genannt hatte. Man fragt sich, was ihm wohl während der ganzen Reise durch den Kopf ging. Was würde er Sara erzählen, wenn er zurückkehrte? Was war aus Gottes Verheißung geworden? War Ismael der verheißene Sohn? Isaak, sein geliebter Sohn, hatte noch eine Frage (1. Mose 22,7): „Vater, wo bleibt das Opfer?“ Abrahams Antwort kam prompt und prophetisch: „Gott wird selbst dafür sorgen.“
Abraham selbst baut den Altar, bereitet Speisen zu und fesselt schließlich seinen Sohn. Als er sein Messer ergreifen wollte, um seinen Sohn zu schlachten, hielt Gott ihn davon ab und bat ihn, Isaak gegen einen Widder auszutauschen. Da rief Abraham den Ort an: „Der Herr wird vorsorgen.“
Gottvater wusste, dass er eines Tages seinen eigenen Sohn Jesus Christus auf Golgatha opfern musste. Nach 1500 Jahren auf dem Berg Golgatha durfte der Schöpfer für seine geliebte Schöpfung, die Menschheit, geopfert werden. Gott gab seinen einzigen Sohn, um den Menschen mit sich zu versöhnen. Jesus Christus bot sich selbst als freiwilliges Opfer an, um unsere Sünden zu vergeben. Jehova Jireh sollte uns stets an Gott und seine Vorsehung durch seinen Sohn Jesus Christus erinnern. Obwohl der Begriff Jehova Jirah auch für irdische Segnungen verwendet wird, sollten wir Gottes ursprüngliche Absicht und sein Opfer niemals vergessen, wenn wir Jehova Jireh sagen.