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Eine der häufig gestellten Fragen auf der Jugendkonferenz ist, wer Kain geheiratet hat und in welcher Beziehung sie zueinander stehen. Liegt es an der Bibel, Ehen innerhalb der Familie zu akzeptieren?
Bevor wir diese Frage beantworten, wollen wir uns einige weitere Beispiele von Ehen ansehen, die in der Bibel vorkommen und in unserer Zeit nicht normal sind.
Abraham log sowohl dem Pharao als auch Abimelech über seine Verwandtschaft mit Sara an. In beiden Fällen hatte er Angst und behauptete, Saras Bruder zu sein. In 1. Mose 20,12 erklärt er Abimelech, Sara sei seine Halbschwester, d. h. sie hätten zwar denselben Vater, aber eine andere Mutter.
Nahor heiratete Milka, die Tochter Harans. Haran, Abraham und Nahor waren Brüder. Später heiratete Isaak Sara, die eine Enkelin Abrahams (bezüglich Nahors) und eine Urenkelin (bezüglich Milkas) war.
Amram, der Vater von Moses, heiratete die Schwester seines Vaters (Exodus 6:20).
Die biblischen Gesetze entstanden erst zur Zeit des Exodus. Die Gesetze für Eheschließungen können wir in Levitikus 18 nachlesen.
Vor dem Auszug aus Ägypten lebten die Israeliten nach den Bräuchen und der Kultur der Einheimischen. Sie lebten als Nomaden, bis sie das Gelobte Land erreichten, und folgten den lokalen Sitten und Gebräuchen, ohne dass es ein schriftliches Gesetz gab. Zur gleichen Zeit besaßen die Babylonier, Nuzi, Sumerer und Ägypter umfassende Gesetze. Die Gesetze des berühmten Hammurabi (1750 v. Chr.) waren detailliert und sahen klare Strafen für jedes Vergehen vor. Keines dieser Gesetze widersprach der in der Bibel beschriebenen Ehe, und sie standen im Einklang mit den lokalen Gesetzen.
Wollen wir das etwa mit heidnischen Gesetzen der Babylonier, Sumerer und anderer Völker rechtfertigen? Nein. Es gab eine Zeit, in der Gott diese Beziehung zuließ und sie dann beendete, bevor er die Israeliten ins verheißene Land führte. Levitikus 18,1–4 sagt eindeutig, dass die Israeliten ihre bisherige Kultur aufgeben müssen. Die alten Bräuche müssen enden, und der Gehorsam gegenüber Gottes Gesetzen hat Vorrang vor allem anderen. Levitikus 18 definiert anschließend den neuen Verhaltenskodex.
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