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In der heutigen Welt definiert Moral, was richtig und falsch ist. Doch was richtig und falsch ist, verändert sich im Laufe der Zeit. Was vor einigen Jahren noch Gesetz war, ist es heute nicht mehr. Manchmal wird Moral durch Mehrheitsentscheidungen und Popularität bestimmt. Wenn die meisten Menschen in einem Land etwas für richtig halten, wird es per Abstimmung als richtig erklärt. Was vor wenigen Jahren noch richtig war, wird dann per Abstimmung verworfen. Individuelle Präferenzen rücken in der Moral in den Mittelpunkt. Wenn Moral auf Popularität basiert, wird sie zur neuen Norm in unserer Gesellschaft. Sie definiert normales Verhalten. Alles, was nicht normal ist, gilt als abnormal. Ein gutes Beispiel dafür ist das Gesetz gegen Homosexualität. Was in vielen Ländern als abnormal galt, wurde innerhalb weniger Jahrzehnte in vielen Ländern sehr schnell normal.
Ein bekannter Mann sagte einmal: Bevor man einen Zaun entfernt, sollte man sich fragen, warum er überhaupt errichtet wurde. Die Gesetze unserer Verfassung wurden aus gutem Grund von weisen Menschen geschaffen. Doch die Geschwindigkeit, mit der sie weltweit aufgrund von Popularität und ihrer vermeintlichen Überholtheit abgeschafft werden, bedarf genauer Beobachtung. Wenn wir die Zäune entfernen, ohne die Konsequenzen zu bedenken, werden unsere Kinder darunter leiden.
Ethik wurzelt in den menschlichen Werten und ist unveränderlich. Die meisten Wörterbücher verwenden Ethik und Moral synonym. Doch die Geschwindigkeit, mit der sich die Moral wandelt, erfordert eine klare Trennung von Ethik und Moral. Verschmelzen Ethik und Moral, verlieren unsere Kinder die grundlegenden menschlichen Werte aus den Augen. Ethik lässt sich nicht durch Mehrheitsentscheidungen oder Popularität festlegen oder abschaffen. Sie ist der fundamentale menschliche Wert, der unser Wesen ausmacht.
Vor dem Hintergrund der obigen Ausführungen zu Moral und Ethik wollen wir uns nun der christlichen Ethik zuwenden. Sie basiert auf zwei Grundprinzipien: Liebe zu Gott und Liebe zum Nächsten. Jesus Christus stellte diese beiden Gebote über alles andere. Christen sind aufgerufen, andere zu lieben, unabhängig von deren moralischer Integrität. Jesus verabscheute die Sünde, aber er liebte die Sünder. Wenn du ein neuer Gläubiger bist und das Christentum verstehen möchtest, ist es besser, auf Christus selbst zu schauen als auf einzelne Christen. Alle Christen sind Menschen, und wir alle entfernen uns irgendwann von den grundlegenden christlichen Werten. Deshalb kam Christus, um uns zu vergeben und zu erlösen – wenn wir ihm nur glauben könnten. Dieser Glaube erfordert ein tiefes Bekenntnis, eine Veränderung und die Umkehr vom bisherigen Leben.
Christliche Ethik ist nach innen gerichtet. Anders ausgedrückt: Die von Christus definierte Ethik gründet sich auf den Zustand des Herzens. Selig sind die Armen im Geiste, selig die Sanftmütigen, selig die Barmherzigen, selig die Friedensstifter. Dies sind einige der Maßstäbe, die Gott an den Menschen anlegt. Dies sind Gottes Erwartungen an die Menschen. Da Gott unveränderlich ist, ändern sich seine Erwartungen an den Menschen nicht. Da die Ethik auf Gottes Erwartungen beruht und Gott selbst unveränderlich ist, haben die Menschen keine Möglichkeit, die christliche Ethik zu verändern. Niemand kann in Gottes Bereich eindringen und etwas verändern, das allein Gott gehört.
Daher haben und sollten die Veränderungen der Moral, die durch ihre Popularität zu Abweichungen in unserer Kultur führen, keinen Einfluss auf die christliche Ethik.
Wenn Sie ein Gebetsanliegen haben, kontaktieren Sie uns bitte. Wir beten gern für Sie. Gott segne Sie.