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Basierend auf Apostelgeschichte 5,1-11
Hintergrund:
Der Text, den wir heute analysieren werden, stammt aus der Apostelgeschichte 5,1-11. Zur Vorgeschichte: Ananias und Saphira (Ehepaar) beschlossen, sich der neu gegründeten christlichen Gemeinde des 1. Jahrhunderts anzuschließen. Gemäß dem damaligen Brauch mussten sie daher all ihren Besitz verkaufen und der Gemeinde übergeben. Obwohl sie alles verkauften, behielten sie einen Teil und gaben den Rest den Aposteln. Petrus tadelte Ananias und Saphira. Beide starben daraufhin sofort. Warum wurden Ananias und Saphira so hart bestraft?
Moderner Kontext
Wenn ein Pastor heute seine Gemeinde aufruft und ihr von den schwierigen Lebensumständen unserer Missionare in Entwicklungsländern aufgrund fehlender finanzieller Mittel berichtet und um sofortige Unterstützung bittet, bin ich mir nicht sicher, wie viele sich melden werden. Vielleicht findet sich jemand, der ein paar Dollar spenden oder einen Teil seines Zehnten abgeben möchte. Aber wie viele werden bereit sein, einen Teil ihres Besitzes zu teilen? Wahrscheinlich niemand in der heutigen Zeit.
Im ersten Jahrhundert verkauften alle Gläubigen bereitwillig ihren Besitz und gaben ihn vollständig den Aposteln. Jeder teilte alles. Dies wurde zur Voraussetzung für den Beitritt zur Gemeinde des ersten Jahrhunderts. Ananias und Saphira taten dasselbe. Der einzige Unterschied bestand darin, dass sie nicht alles teilen wollten. Sie verkauften ihren gesamten Besitz und beschlossen, einen Teil des Geldes zu behalten. Doch wenn wir ihr Handeln genauer betrachten, ist es weitaus besser, als es heutzutage irgendjemand tun würde.
Was ist schiefgelaufen?
Was genau lief schief und warum? Jesus Christus. Menschen wurden geheilt, selbst wenn sie nur den Schatten der Apostel berührten. Blinde sahen, Gelähmte gingen und Stumme sprachen. Es gab eine Ausgießung des Heiligen Geistes. Bedürftige fanden ihren Retter, als ihre Bedürfnisse gestillt wurden. Niemand wurde gezwungen, eine Spende für die Kirche zu bringen. Die Apostel nahmen die Spenden derer an, die freiwillig gaben. Es gab keinen Zwang. Die Macht Gottes offenbarte sich unmittelbar nach der Auferstehung durch viele Wunder.
Auch Ananias und Sappirah wurden zu nichts gezwungen. Sie hätten Gott gerne geben können, was immer sie wollten, oder den Reichtum ganz für sich behalten. Doch sie beschlossen, in dieser Zeit der gewaltigen Ausgießung des Heiligen Geistes gegen ihn zu lügen. Als die Ausgießung kam, zeigte sich Gottes Macht nicht nur im Guten, sondern auch im Widerstand gegen alles, was Gottes Heiligkeit verunreinigte. Die Heuchelei gegen den Heiligen Geist wurde streng bestraft. Dies sind zwei Seiten derselben Medaille.
Aus Apostelgeschichte Kapitel 5 können wir eine wichtige Lektion lernen: Gott ist ein heiliger Gott. Wenn wir im Dienst für Gott tätig sind, müssen wir äußerst sorgfältig vorgehen. Wir dürfen unsere Zeit nicht achtlos Gott widmen. Unsere Gaben sollen aufrichtig sein. Wir sollen ihm unsere Talente in vollem Gehorsam übergeben. Wir sind nicht gezwungen, im Dienst für Gott zu arbeiten.
Jesus sagte: Nicht jeder, der zu mir sagt: „Herr, Herr!“, wird in das Himmelreich eingehen, sondern nur der, der den Willen meines Vaters im Himmel tut.