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(Basierend auf Johannes 4)
Jesu Art, das Evangelium zu verkünden, war stets einzigartig. Er nutzte jede Situation, um zu erklären, wer er war und warum er als Messias auf die Erde gekommen war.
Jesus reiste häufig zwischen Judäa und Galiläa hin und her. Die 150 Kilometer lange Strecke zwischen diesen beiden Regionen benötigte er zu Fuß in drei bis vier Tagen. Jedes Mal, wenn er zwischen Judäa und Galiläa unterwegs war, musste er Samaria durchqueren. Die Juden betrachteten die Samaritaner als eine Mischung aus Juden und Fremden, die 721 v. Chr. von den Assyrern zwangsumgesiedelt worden waren. Ihnen war der Zutritt zum jüdischen Tempel verwehrt, und sie galten als Ausgestoßene. Juden meiden es, mit Samaritanern zu essen oder auch nur ihren Namen zu erwähnen.
Als Jesus durch Samaria wanderte, kam er an der Stadt Sychar vorbei. Er setzte sich an einen Brunnen und ruhte sich aus. Am Nachmittag sah er eine Samariterin. Normalerweise gehen Frauen in der jüdischen Kultur gemeinsam Wasser holen. Sie tun dies meist abends oder frühmorgens, um der Hitze zu entgehen. Doch die Samariterin ging allein zum Brunnen, und das mitten am Nachmittag. Das war ungewöhnlich. Diese Frau war womöglich eine Ausgestoßene, mit der niemand etwas zu tun haben wollte. Aber Jesus beschloss, ihr das Evangelium zu verkünden. Er wollte es nicht durch einen besonders frommen Mann im Dorf, sondern durch eine Ausgestoßene und scheinbar unbedeutende Frau in ganz Samaria verbreiten.
Wie beginnt man ein Gespräch mit einer Ausgestoßenen und einer Samariterin? Jesus begann mit einer beiläufigen Frage: „Kannst du mir etwas Wasser geben?“ Samariter und Juden verkehren nicht miteinander. Daher war die Antwort der Frau erwartungsgemäß und verwies auf die Tradition, dass sie nicht miteinander sprechen oder aus demselben Becher trinken. Nun wollte Jesus offenbaren, wer er ist? Aber niemand wird ihn einfach so als Messias anerkennen . Die meisten von uns sind so sehr auf die irdischen Bedürfnisse unseres Berufs, die Ausbildung unserer Kinder usw. konzentriert, dass wir keine Zeit haben, auch nur an die ewigen Bedürfnisse zu denken, obwohl alle Regionen darin übereinstimmen, dass die menschliche Seele für die Ewigkeit geschaffen wurde. Jeder Mann, mit dem er sprach, war mehr auf seine persönlichen Bedürfnisse konzentriert. Die Samariterin war keine Ausnahme. Daher wollte er die irdischen Bedürfnisse der Menschen mit den himmlischen Bedürfnissen in Verbindung bringen. Die Situation hat sich im 21. Jahrhundert nicht geändert.
Jesus lenkte das Gespräch auf das lebendige Wasser, das er anbieten konnte und das die geistlichen Bedürfnisse der Menschen stillen würde. Die Samariterin war weit davon entfernt, die Wahrheit zu erkennen. Sie war nur darauf bedacht, das lebendige Wasser zu bekommen, damit sie nicht mehr jeden Tag in der Nachmittagshitze allein zum Brunnen gehen musste. Sie brauchte etwas Übernatürliches, das ihre Aufmerksamkeit auf die ewigen Dinge lenken würde. Deshalb stellte Jesus eine Bedingung für den Erhalt des lebendigen Wassers: Er forderte die Samariterin auf, ihren Mann zu bringen. Nun musste die Samariterin die Wahrheit offenbaren: Sie hatte keinen Mann. Jesus offenbarte seine göttliche Natur und zeigte ihr, dass er ihr Leben sehr gut kannte. Sie hatte fünf Männer gehabt, und der Mann, bei dem sie gerade war, war nicht ihr Mann. Sofort erkannte die Samariterin Jesus als Propheten (noch nicht als Messias).
Das Gespräch mündete in die Erkenntnis, dass nur der Messias den Unterschied zwischen Juden und Samaritern aufklären könne. Das Zeugnis einer Samariterin führte zur Rettung vieler Menschen in ihrem Dorf. Jesus verwandelte dieses einfache Gespräch in eine reiche Ernte. Die Bibel nennt den Namen der Samariterin nicht, beschreibt aber einige ihrer schönsten Eigenschaften. Er beschränkte die Erlösung nicht auf Heilige oder Unheilige, sondern sie stand allen offen. Jesus kümmerte sich nicht um Kultur und Geschichte. Er überwand alle kulturellen Barrieren, indem er sich entschied, in einem samaritanischen Dorf zu rasten. Sein Ziel war es, allen Menschen das Evangelium zu verkünden.
Ganz gleich, wer du bist, welche Herkunft du hast oder welche Geschichte du erlebt hast: Jesus liebt dich. Das lebendige Wasser, das er der Samariterin anbot, steht jedem zur Verfügung, der seine Sünden bekennt. Beginne, an ihn zu glauben. Er wird dir deine Sünden vergeben und dir ewiges Leben schenken.
Wenn Sie ein Gebetsanliegen haben, kontaktieren Sie uns bitte. Wir beten gern für Sie. Gott segne Sie.